Advent in Bludenz

Vor einem Jahr genoss ich zwei Tage in Bludenz – eine Stadt ein Katzensprung von Zürich entfernt, aber mit der herzlichen Gastfreundschaft Österreichs.

Bludenz liegt im Vorarlberg und bildet das Zentrum von fünf umliegenden Tälern: Walgau, Brandnertal (Rätikon), Montafon (Silvretta), Klostertal und Grosses Walsertal.

Mit dem Zug ist Bludenz bequem erreichbar. Der Bahnhof wirkt wie aus einer Modelleisenbahnanlage entlehnt.

 

Von meinem Hotelzimmer hatte ich einen Blick über die Stadt.

Die pittoreske Altstadt ist vorweihnachtlich beleuchtet.

In die Altstadt gelangt man durch ein Stadttor, wie einst Herzog Friedrich von Österreich 1416.

Über der Altstadt thront die St. Laurentiuskirche mit dem markanten Zwiebelturm, das Wahrzeichen der Stadt.

Über eine steile Treppe gelangt man zur Kirche und zum barocken Schloss Gayenhofen.

Die typisch alpenländische Architektur erinnert an das nahegelegene Engadin. Der Ill, der Fluss, an dem Bludenz liegt, entwässert in die Donau, wie auch der Inn. Scuol liegt sogar östlicher von Zürich als Bludenz.

In der Altstadt trifft man sich am Nepomukbrunnen. Den Brückenheiligen erkennt man an der Sternenkrone. Nepomuk ist der zweite Vorname meines Sohnes.

Bludenz ist wunderbar zum Shoppen – auf kleinem Raum findet man Läden mit lokalen Spezialitäten neben Kleidershops und Wohnbutiken. Und Cafés, die zum Kaffee einen Zimtstern servieren.

Abends treffen sich Einheimische und Touristen am kleinen Weihnachtsmarkt zu Glühwein.
Tagsüber geniesst man die Sicht auf die verschneiten Wälder oberhalb der kleinen Stadt.

 

Zu Fuss oder mit dem Ortsbus erreicht man die Seilbahn auf den Muttersberg, den Hausberg von Bludenz.

Das Wetter am Morgen war spektakulär. Die Sonne kämpfte erfolgreich gegen Schneewolken.

Ich traf auch ein paar nette Männer im Schnee.

Auch das Bergrestaurant ist weihnachtlich geschmückt.

Ich wärmte mich mit Weisswurst, die bekanntlich morgens vor 11.00 Uhr genossen werden soll, auf. Eher bayrisch als vorarlbergisch – aber gut!

Wieder in der Stadt, machte ich mich auf ins Industriequartier.

Ich entdeckte ein Brockenhaus.

Und gleich daneben die Fliesenmanufaktur KARAK, ein junges Unternehmen, das Tradition und Moderne vereint. Als Meister der Handwerkskunst verstehen sie das Handwerk des Fliesenbrennens.

Vieles geschieht in Handarbeit.

Die Fliesen sind Unikate.

Man erklärte mir die einzelnen Arbeitsschritte.

Und die Philosophie des Unternehmens.
Handwerk hat goldenen Boden. Hier hat Handwerk sogar ein goldenes Dach. Die Esse ist mit Blattgold vergoldet, um zu zeigen, welch tragender Rolle das Brennen zukommt.

Bludenz ist eine kleine Stadt – mit vielen Gesichtern. Und Charme. Ganz besonders in der Adventszeit.

“Wie klein ist doch die Welt!”, sagte der Ballonfahrer.
“Wie klein ist doch der Ballon”, sagten die Leute am Boden.

Helmut Glatz

 

Informationen
Bludenz
Muttersberg
Fliesenmanufaktur

Bludenz ist Mitglied der kleinen historischen Städte.  Derzeit sind 17 Städte aus ganz Österreich Partner in diesem Verbund.
Ich habe bereits einige dieser historischen Kleinode aus längst vergangenen Zeiten, die ihre Einzigartigkeit bewahrt haben und trotzdem nicht in der Vergangenheit stehen geblieben sind, besucht.
Blogbeiträge:
Krippe in Bad Ischl
Rosengarten Baden bei Wien
Baden bei Wien: Eine Stadt als Fotogalerie
Gmunden: Wintertraum am Traunsee
Hallein: Auf den Spuren von Stille Nacht
Kufstein: Tägliches Orgelkonzert

Dank
Ich danke Anna Engstler von Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH für die super Organisation meines Besuches und die freundliche Begleitung. Dankbar bin ich auch Österreich Werbung Schweiz für die stete Information zu Österreich und die Vernetzung mit interessanten Menschen aus ganz Österreich.

Musik
Alpenländische Weihnachtslieder 
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie

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Winterfenster und Velohüsli

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Aemtler Tschinn

  1. anna frick

    das wär würklich eine reise wert und sehr iladend dini bilder danke für dini schöni presentazion👍🥰

  2. Gut Erika

    Das werde ich mir merken. Ist sicher mal eine Reise wert.

  3. Rita Anna Staubli-Eichholzer

    Du hast ganz gefühlsvolle, adventliche Heimwehbilder eingefangen.
    Da wird mir das Herz richtig warm.

  4. Violette

    Liebe Regula Dein Adventskalender ist absolut spitze!! Herzlichen Dank für all die wunderschönen Beiträge.
    Vorweihnachtsgruss Violette

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