Am Loch Lomond

Schottland ist eines meiner Traumländer. Ich bereiste das Land zusammen mit Regula, die in Glasgow bereits einen Gastaufenthalt an der Universität beendet hatte. Und ja, wir tragen tatsächlich den gleichen Namen.

Wir mieteten einen Mini Cooper und fuhren zum ersten Ziel unserer Reise: Balloch am Loch Lomond.

Gleich am ersten Abend machten wir uns zu Fuss auf, um Balloch zu erkunden.

Zuerst kamen wir an einem Pub vorbei – wirklich nur vorbei, denn wir wollten weiter Richtung Loch Lomond.

Hier liegen Boote, die auf dem Loch Lomond zuhause sind. Wir bogen rechts ab und gelangten in einen öffentlichen Park

Während die Biologin Regula begeistert die uralten Bäume bestaunte, zog mich ein Schloss an, das seine besten Tage längst hinter sich hatte.

Bereits 1238 errichteten die Earls of Lennox eine Burg am Seeufer, das Old Balloch Castle, das als Stammsitz diente. Im 14. Jahrhundert gaben sie die Burg auf und zogen an einen sichereren Ort weiter.

Was sich wohl hinter diesem Fenster im Laufe der Jahrzehnte abgespielt hat?

Ich stelle mir vor, wie die Menschen aus dem Schloss hier entlangflanierten.

Blue Bells – die Lieblingsblumen meiner Mutter, die vor dem Zweiten Weltkrieg als Au-pair in Südengland war.

Langsam ging der Tag zu Ende.

Wir freuten uns auf die Wanderung am nächsten Tag entlang des Loch Lomond.

Diese Hunde-Bar fanden wir toll und beschlossen, gleich hier etwas zu essen.

In einem gemütlichen Restaurant sassen wir lange und plauderten: über unsere Ferien, das Leben und unsere ersten Eindrücke.

Am nächsten Morgen machte ich mich über den Nationalpark “The Trossards” schlau.

Wir kauften Proviant für ein Picknick am See ein.

🙂

Wir fuhren zum Loch Katrine, dem primären Wasserreservoir des Grossraums Glasgow. Der See liegt in den Trossachs, gehört zur Council Area Stirling und hat die für einen während der Eiszeit durch Gletscher entstandenen See typische langgezogene Form. Loch Katrine ist etwa 13 Kilometer lang, aber durchschnittlich nur einen Kilometer breit.

Das Schiff SS Sir Walter Scott bietet seit 1899 Ausflugsfahrten für Touristen über den See an. Wir aber wanderten lange dem See entlang.

Die Seenlandschaft hier ist traumhaft.

Auf der kleinen Insel beobachteten wir Mehlschwalben und Gänsesäger. Regula hat immer den Feldstecher griffbereit.

Mit sicherem Blick machte Regula auch Nisthilfen aus – in unserer Region ist sie im Rahmen einer Naturschutzorganisation für deren Betreuung zuständig.

An diesem Tag genossen wir die Seenlandschaft und die Ruhe.

Wir wohnten hier in einem typischen Wohnquartier mit Häusern und Gärten hinter dem Haus.

Der nächste Tage führte uns nach Norden, in die Hochmoore. Doch davon mehr im nächsten Schottland-Beitrag.

Nach diesen ersten zwei Tag in Schottland war für uns klar: Wir waren angekommen – mitten in einer Landschaft, die Natur und Geschichte auf wunderbare Weise verbindet.

Zurück zur Natur!

Jean-Jacques Rousseau

Musik
In Balloch stimmte ich mich am Morgen musikalisch ein:
Lord of the Rings
The Bonnie Banks of Loch Lomond (Die schönen Ufer des Loch Lomond) ist ein traditionelles schottisches Lied. Die Melodie wurde erstmals um 1841 nachgewiesen.
Nach einer Legende sollen zwei Männer aus dem Gefolge von Bonnie Prince Charlie 1745 nach dem fehlgeschlagenen zweiten Jakobiteraufstand gefangen genommen worden sein. Einer wurde freigelassen, der andere zum Tod verurteilt: Der Freigelassene geht die High Road, den Weg über die Berge, nach Hause, während der Hingerichtete nur über die Low Road zu seiner Liebsten kommen kann – den Weg der Toten durch die Unterwelt.
The Bonnie Banks of Loch Lomond – Ella Roberts
Loch Lomond – Peter Hollens 
Whispers of the Lochs | Cinematic Scottish Landscapes & Celtic Melody

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Ein Garten für alle Sinne

  1. Sonja

    Danke für diese wunderschöne Reise
    die du uns gezeigt hast. Herrliche Landschaftsbilder🤩
    Liebe Grüsse
    Sonja

  2. ritanna

    Es ist wunderbar wie Du mir/uns Dein Schottland ganz unspektakulär nahe bringst.

  3. Brigitte

    Danke, liebe Regula, für die wunderbaren Bilder aus Schottland. Auch mich haben diese Landschaften sehr berührt.

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