Heute haben Marian und ich etwas Lustiges gemacht. Wir haben Steine bemalt und sie beim Spazieren hingelegt – ohne je zu erfahren, wer sie gefunden und was er mit ihnen gemacht hat.
Reisen bedeutet für mich Austausch mit Menschen, die Leidenschaft für ihre Arbeit haben. Menschen, die sich in einem Themenbereich zu Spezialisten entwickelt haben, weil sie ihre Interessen ausreizen, alles erfahren und wissen wollen. Und die ihre Werte leben und sie nicht dem Mainstream oder der Profitgier opfern.
Bruno Pellegrin in Südfrankreich ist ein solcher Mensch. Sein Paradies “Sécateur & Fourchette”, Gartenschere und Gabel, ist eine Baumschule und Gärtnerei mit ausschliesslich essbaren Pflanzen. Ich habe ihn mit Elisabeth besucht, die zum Glück bilingue ist.
Zuhause bleiben. Auf sich selbst geworfen sein. Wenn sich die Zeit wie Gummi in die Länge zieht und das «Weilen» zu lang wird, verspürt man Langeweile.
Nichts tun bringt vielleicht lang ersehnte Ruhe. Doch mit der Zeit kann das Nichtstun in Langeweile umschlagen. Es gilt zu realisieren, wann Musse in unerwünschte Langeweile kippt – und aktiv zu werden.
Spargelsalat mit lauwarmem Lachs lässt einen an Ferien im Süden denken.
Man darf das Gemüserüsten nicht unterschätzen. Ich habe behauptet, ich hätte den ganzen Tag Grashalme geschält. Unsere Spargeln waren dünn, aber mit einer leicht verholzten Haut.
Während ich hier im Säuliamt festsitze, denke ich an Menschen, die ich auf Reisen getroffen habe. Daran, wie es ihnen wohl zu dieser Zeit geht. Und an Orte, die ich gern wieder besuchen möchte.
Beispielsweise an das Château de Pierreclos im Burgund, das die Weinbauernfamilie Pidault 1989 gekauft und mit viel persönlichem Engagement restauriert hat.
In der Cocooning-Zeit wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, sich selbst immer wieder mit einem eigenen Projekt herauszufordern. Beispielsweise Foodstyling lernen zu wollen.
Das Zubereiten einer Rhabarberwähe kann so zu einer interessanten Geschichte werden.
Ab morgen lockert der Bundesrat erstmals die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Noch gilt aber die Anweisung: Zuhause bleiben. Für mich ändert beispielsweise noch nichts und die Schulen bleiben bis am 11. Mai geschlossen.
Wir werden also unsere Ressourcen optimal nutzen müssen, um weiterhin zufrieden zu bleiben. Eine wichtige Ressource ist die Natur, deshalb schiebe ich Fotos von einem Morgenspaziergang an der nahen Reuss zwischen meine Gedanken.
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Über mich
Viele Jahre war ich Chefredaktorin eines Schweizer Monatsmagazins für aktive und lebensfrohe Menschen. Nun bin ich 60+, liebe noch immer meinen bunten Berufsmix, kann aber langsam etwas kürzertreten. Meiner Leidenschaft am Vermitteln von Inhalten, die motivieren, das Leben frechmutig und kreativ zu gestalten, kann ich nun im eigenen Blog frönen. ... mehr über mich