Noch herrscht die Farbe Braun in meinem Garten vor. Meist liegt eine Hochnebeldecke über dem Reusstal.
Aber manchmal gewinnt die Sonne den Kampf gegen die Wolken. Und dann meint man, zuschauen zu können, wie Schneeglöckchen und erste Osterglocken aus der Erde spriessen.
So richtig beginnt für mich der Frühling aber erst, wenn die Stare in der Linde gegenüber meinem Bürofenster lauthals ihre Rückkehr verkünden.
Noch ist es nicht so weit.
Aber es gibt Vorboten.
Die Temperatur steigt heute über den Nullpunkt, die Sonne scheint und schleckt die Schneereste weg.
Seit Tagen ist es nun klirrend kalt.
An meiner Haustüre hängt seit Wochen ein dekorativer Kranz mit Schlittschuhen und einem Schild mit der Aufschrift “Let it snow”. Petrus schert sich keinen Deut darum.
Eigentlich war es mal das “Velohüsli” für die Kinderfahrräder. Später sammelte sich Gerümpel aller Art – und wenn ich mal wieder Ordnung geschaffen habe, standen hier die Gartenwerkzeuge bereit und Behälter für Altglas, Grünabfuhr und Karton. Rein funktional.
Da ist sie wieder, die Gartenschere, die ich vor einem Jahr verloren habe. Rostig, unbrauchbar. Ein Rosenzweig schnellt mir ins Gesicht, ich will ihn schnell anbinden – aber zuerst muss ich Schere und Schnur holen. Die Brennnessel kann ich nur mit Handschuhen ausziehen – aber wo sind sie?












